Von Tokyo aus fährt man etwas mehr als eine Stunde nach Kamakura, je nachdem, von wo aus in Tokyo man startet. Kamakura liegt südwestlich von Tokyo in der Sagami-Bucht. Wir waren im August hier, was ich nicht empfehlen kann. Es war furchtbar heiß und schwül, was das laufen an sich schon sehr erschwerte, vom Treppensteigen ganz zu schweigen.

Kamakura war vor 800 Jahren der Regierungssitz Japans und ist für seine vielen Tempel und seinen schönen Strand bekannt.

Engaku-ji-Tempel

Zuerst besuchten wir den buddhistischen Tempel Engaku-ji. Besonders gefallen haben mir die vielen filigranen Holzschnitzereien an den Häusern. Im August war die Luft hier erfüllt vom grillen der Zikaden und die Grünanlage der Tempelanlage war wirklich schön. Auch riesige Schmetterlinge flogen durch die Luft. Da dies der erste Tempel war, den ich je in Japan gesehen hatte, war ich allerdings auch noch besonders begeistert. Die vielen Treppen der Anlage hatten mir durch das schwüle Wetter jedoch sehr zugesetzt.
Der Tempel ist aber dennoch auf jeden Fall einen Besuch wert, da hier die beiden ältesten erhaltenen Zen-Gebäude Japans stehen: Der Shariden Pavillon und der Kaizendo.

Kencho-ji-Tempel

Hier wachsen 700 Jahre alte Wacholderbüsche und haben daher bereits die Größe von Bäumen. Sehr eindrucksvoll. Aber auch die Gebäude sind wunderschön. Besonders gefallen hat mir das Eingangstor. Die Anlage hat wunderschöne Teichanlagen und war früher ein Schulungstempel.

Hachimangu-Schrein

Der Schrein liegt am Anfang einer geraden Straße, die bis zum Meer führt. Daher hat man hier einen schönen Blick auf die Stadt. Der Torweg, der hier auf dem Bild zu sehen ist, war wunderschön und es ist sehr eindrucksvoll durch ihn hindurch zu gehen. Ich weiß nicht, ob es an der Uhrzeit oder am Tempel lag, aber hier war es mir etwas zu voll.

Honkoku-ji-Tempel

Hier gibt es einen wunderschönen Bambuswald und auch die anderen Pflanzen blühen besonders im August in leuchtend bunten Farben. Hier kann man sich gut hinsetzten und die Natur auf sich wirken lassen. Generell sind die Tempelanlagen in Japan alle sehr schön gepflegt und wunderschön angelegt.

Hase-dera

Die gesamte Anlage ist voll mit diesen kleinen Steinfiguren, wie sie im Bild zu sehen sind. Dies sind Jizo-Statuen. Diese Statuen sind Schutzgötter der Kinder und wurden von Eltern aufgestellt, die eine Fehlgeburt, Totgeburt oder eine Abtreibung hatten. Manche dieser Statuen haben auch gestrickte Mützen auf. Des Weiteren gibt es noch die größte Kannon Statue aus Holz Japans.

Da der Tempel auf einem Berghang errichtet ist, ist dieser Tempel der beste Aussichtspunkt Kamakuras.

Daibutsu

Im Kotoku-in Tempel steht eine große Buddha-Figur. Diese Statue ist jedoch nur eine Nachbildung, da das Original durch einen Tsunami zerstört wurde.

Strand

Es wurde gesagt der Strand Kamakuras ist sehr schön. Wir waren jedoch im August hier, und durch die Taifune war hier alles voller Müll und daher leider alles andere als sehenswert.

Teil 1 des Japan Reiseberichts

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